Hallo ihr Lieben,

 

ich bin Carlotta, 25 Jahre alt und Mutter eines Sohnes seit 2015.

Als ich ca. vier Jahre alt war, habe ich beschlossen, aus Liebe zu den Tieren, kein Fleisch mehr zu essen. Damals war mir allerdings nicht ganz klar, dass das auch “Kinderwurst“, Salami und Bolognese Soße miteinschließt!

So hat es noch ganze sechs Jahre gedauert, bis ich meine Überzeugungen bewusst über dem Genuss anordnen konnte und Vegetarierin wurde. 

Meine Eltern waren leicht zu überzeugen. Zwei, wie man so schön sagt “Ökos“, die auch stets dafür gesorgt haben, dass ihre Kinder sich ausgewogen und vollwertig ernähren.

Früher fand ich das uncool, heute bin ich ihnen mehr als dankbar dafür.

Im Abi sollte ich dann ein Referat zum Thema “Tierhaltung und ihre Auswirkungen auf die Umwelt“ halten. 

Die für mich einzig logische Konsequenz, nach dem einarbeiten in die Thematik, war dann der komplette Verzicht auf sämtliche tierische Produkte.

Ich schreibe vom Verzicht, welcher schnell Assoziationen von Disziplin und unerfülltem Verlangen weckt, und genau das war es, was mich zu Beginn plagte.

Heute ist es einfach und auf angenehme Art und Weise ganz natürlich. Tierische Produkte sind für mich keine Lebensmittel mehr.

Ich verurteile niemanden der anderer Meinung ist, Missioniere nicht (viel) aber gehe offen und ehrlich damit um.

Als ich zur Feststellung meiner Schwangerschaft bei der Frauenärztin war, hat diese im Mutterpass unter dem Punkt “Andere Besonderheiten“: Vegane Ernährung, eingetragen und mir gesagt, dass sie es für ein Risiko hielte und es nicht für Gut heißen könne.

Meine Hebamme im Geburtshaus hat nur gelacht, als ich ihr dies erzählte und gesagt, es sei wirklich absolut kein Problem! 

Das hat mir sehr geholfen!

Zwar fühlte sich der Weg, den ich eingeschlagen hatte, für mich und mein Kind als der einzig richtige an, dennoch hatte mich die Aussage der Ärztin zunächst verunsichert.

Mit gestärktem Selbstbewusstsein (dank meiner Hebamme) konnte ich nun allen mahnenden Stimmen entgegentreten.

Ich möchte dieses Gefühl der Sicherheit an andere Frauen weitergeben.

Denn Veganismus hört nicht bei der Familiengründung auf, es geht lediglich in die zweite Runde!

 

Carlotta