Windpocken-Alarm

Hallo ihr Lieben!

Ja, ihr habt richtig gelesen, bei uns sind die Windpocken eingezogen.

Es scheint, als sei diese Kinderkrankheit mittlerweile so selten, dass man damit zu etwas "besonderem" wird (in Saras Erfahrungsbericht werdet ihr lesen wieso ;)).

Da Jari und Karl sehr viel Zeit miteinander verbringen, war es absehbar, dass sie sich früher oder später gegenseitig anstecken würden.  "Dann haben wir es hinter uns.", dachten wir ;)

Und wir haben wieder einmal gemerkt, wie verschieden zwei Kinder in all ihren vermeintlichen Gemeinsamkeiten sein können...

Also kommen hier unsere völlig verschiedenen Windpocken-Geschichten :-)

und ein paar Fakten um die Krankheit besser zu verstehen.

 

 

 

 

Sara:

Es war Samstag der 31.12.2016 (Ja, Silvester :-X ) als ich Morgens gesehen habe, das Jaris Bein übersäht mit kleinen Pickeln ist. Mit Windpocken habe ich überhaupt nicht gerechnet, da Jari nicht in die Kita geht und auch keinen Kontakt zu kontaminierten Kindern hatte (soweit man das beurteilen kann).

Nun ja.. um uns abzusichern, sind wir direkt ins Krankenhaus gefahren. Dort angekommen, bin ich, wie man es eben normal macht, mit Mann und Sohn zur Anmeldung gelaufen, habe die Symptome geschildert und gesagt, das es für mich irgendwie wie Windpocken aussieht. Dieses Wort hat bei allen Alarm geschlagen und ich musste samt Kind und Mann das Krankenhaus verlassen und vor dem Eingang warten um durch einen Hintereingang ins Krankenhaus geführt zu werden. Also immer vorher am Telefon Bescheid geben :-)

Um es kurz zu machen: Es waren wie erwartet Windpocken und uns wurde eine Creme zum stillen des Juckreizes aufgeschrieben. In den nächsten Tagen wurden die Pickel immer schlimmer (genau wie unsere Nächte!) und es kamen immer neue dazu z.B. auf dem Kopf.

Wir mussten leider am Mittwoch (wegen einer anderen Geschichte) ins Krankenhaus und auch da haben wir ein Quarantäne-Zimmer bekommen und es wurden die höchsten Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Zwischendurch kamen immer wieder Assistenzärzte die "mal in echt" sehen wollten wie Windpocken aussehen. Das hatte uns grade noch gefehlt :-(

Mittlerweile (Montag- 9 Tage nach den ersten Pickeln) sind so gut wie keine Pickel mehr zu sehen.. Puh, geschafft :-) Achja, bevor ich es vergesse, dass Gesundheitsamt hat mich auch noch telefonisch kontaktiert und mir Fragen gestellt zu der Erkrankung...

Meine Tipps: Tägliches Baden, Lange Kleidung anziehen (damit sie nicht kratzen können), Fingernägel kürzen, an die frische Luft (da wo keine anderen Menschen sind!), die Räume zuhause kühl halten

 

 

 

Carlotta:

Als Sara mir am Telefon von Jaris Windpocken erzählte, war ich wirklich überrascht. 

Ich hatte schon fast damit gerechnet, dass unsere Jungs diese Kinderkrankheit gar nicht mehr bekommen würden (weil ich ewig nicht von Betroffenen gehört hatte). 

Ein gemeinsames Silvesteressen war an diesem Tag geplant und Sara war besorgt und meinte, sie könne gut verstehen wenn wir nicht kommen wollten, aus Angst das Karl sich ansteckt.

Nach einigen Überlegungen waren mein Freund und ich uns aber einig, dass es doch irgendwie nie den richtigen Zeitpunkt für eine solche Krankheit gäbe und außerdem hatte sich Karl vermutlich schon längst angesteckt. Das Essen fand also statt. (Es war im übrigen ganz wunderschön:))

Drei Tage nach Silvester (in denen Karl viel mehr Nähe zu uns suchte als sonst) bekam er dann Fieber und er roch ganz anders als sonst. Besonders aus dem Mund kam ein sehr unangenehmer Geruch.

Das Fieber dauerte nur eine Nacht an und am nächsten Tag waren erste sporadisch angeordnete rote Punkte an Händen, Armen und Beinen zu sehen. Tada! Windpocken!

Sie äußerten sich so, dass Karl tagsüber etwas matter war als sonst und er sah sehr blass aus, hatte dunkle Ringe unter den Augen. Außerdem wachte er, zwei Nächte lang, hin und wieder auf und weinte (das passiert normalerweise nicht mehr). Dabei klang er weniger traurig als viel mehr irgendwie wütend. Was ich auf den Juckreiz schiebe.

Ich habe ihn zweimal täglich im Natronbad gebadet, sonst aber keine Maßnahmen ergriffen. 

Karl bekam insgesamt nur sehr wenig Pickel und ich glaube, dass er nur eine abgeschwächte Version der Kinderkrankheit hatte. Dementsprechend leicht war es für mich und meinen Freund damit umzugehen.

Nichts was uns groß aus dem Alltag gerissen, oder an Grenzen gebracht hätte!

Nach ca. vier tagen war es überstanden :)

 

Meine Tipps: Ruhig bleiben, es kann ganz anders kommen als man denkt.

Und das Natronbad scheint Karl gut getan zu haben.

 

 


Wissenswertes über Windpocken:

  • Medizinischer NameVaricella-Zoster
  • Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome): zwischen 14 und 17 Tagen, in besonderen Fällen auch bis zu 28 Tagen 
  • Symptome: Das auffälligste Symptom ist der Hautausschlag und der damit einhergehende Juckreiz. Bevor diese auftreten, können aber Fieber, Abgeschlagenheit und Mattheit auftreten. 
  • Ansteckend: Die Ansteckungsgefahr beginnt schon 1- 2  Tage vor den ersten Bläschen und endet erst wenn alle Bläschen verkrustet sind.
  • Verlauf: In den allermeisten Fällen verläuft die Krankheit harmlos.
  • Dauer: zwischen 5 und 10 Tagen
  • Behandlung: Die Behandlung erfolgt bei gutartigem Verlauf symptomatisch, dass bedeutet die Begleiterscheinungen wie der Juckreiz werden behandelt.

 

Quellen:

Unser Hausarzt Dr. Warda

http://www.windeln.de/magazin/kleinkind/kinderkrankheiten/windpocken.html 

http://www.gesundheit.de/krankheiten/infektionskrankheiten/kinderkrankheiten/windpocken

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