Eingewöhnung

Hallo ihr Lieben :-)

Endlich  finde ich mal wieder  Zeit für  einen Blog Eintrag. 

Die Eingewöhnung in Jaris Kita läuft nun seit 6 Wochen. Zu meinem eigenen Erstaunen muss ich sagen - es läuft (wieder) super! 

Im Vorhinein habe ich mir total viele Gedanken gemacht und war mir sicher, dass es total schief gehen wird und Jari nur bei mir sein will. Ich war 2 Jahre täglich mit ihm fast 24 Stunden zusammen.

Ab und zu wurde er mal von der einen oder anderen Oma oder Uroma betreut, aber das war's auch schon mit der "Fremdbetreuung".

Am 01.09 sind wir mit der Eingehwöhnung in unserer Wunschkita gestartet.

Eine tolle kleine Elterninitiative mit 20 Kindern, gelegen auf einem Bauernhof aber trotzdem ziemlich nah am Zentrum.

Die Erzieher haben vor dem Eingewöhnungsstart schon durch einige vorherige Kennenlern-Treffen versucht es für die Kinder einfacher zu machen, da sie die Erzieher so bereits ''kannten''.

Schon am ersten Kita-Tag habe ich mich absolut überflüssig gefühlt. Ich saß 1,5 Stunden  im Flur rum und Jari war schon mit ''seiner'' Erzieherin unterwegs und erkundete die Kita. So ging es auch die nächsten Tage weiter.. die ein oder andere Mutter wäre super happy gewesen ohne Geschrei die Kita verlassen zu können, aber ich war es irgendwie nicht. Ich war traurig und dachte ich wäre Jari nicht ''wichtig'' genug.

Im Nachhinein betrachtet glaube ich, dass es so gut funktioniert hat weil wir eine so gute Bindung haben und er weiss, dass er sich auf mich verlassen kann.

Nach 3 Wochen schlug es plötzlich total um. Wir hatten nichts verändert, alles lief so wie davor... nur Jari wollte partout nicht mehr, dass ich die Kita verlasse. Er wollte spielen und den Kita-Alltag genießen, aber ich sollte die gesamte Zeit im Flur sitzen. Wenn er sah, dass ich im Flur saß, ist er seelenruhig spielen gegangen. Sobald ich mich verabschieden wollte, machte er ein riesen Theater und schmiss sich auf den Boden. An einem Tag, war es so schlimm, dass ich 4 Stunden da geblieben bin und angefangen habe die Regale zu putzen und die Schuhe zu sortieren :-D

In den Momenten habe ich bereut, dass ich mich zu Beginn nicht gefreut habe, dass es so gut lief. Ich hätte auf die anderen Mamas hören sollen, als sie sagten ''sei doch froh''.

Nach 2 wochen (Woche 5)  fing es an sich wieder zu bessern. Jetzt ''schubst'' er mich auch wieder morgens raus und ich kann noch durch die Fenster sehen, wie er lachend in den Essensraum läuft und sehr glücklich aussieht.

Jetzt bin ich auch glücklich und freue mich über jeden Tag, der gut läuft...denn die Kita für ein paar Minuten zu verlassen, wenn dein Kind weint, ist das schlimmste!

Heute wird er zum ersten Mal dort Mittagsschlaf machen oder am Ruheangebot teilnehmen. Ich lass mich überraschen ob und wie das klappt, denn das ist fast wie eine zweite Eingewöhnung, weil er bis gestern immer nach dem Mittagessen auf mich gewartet hat und wusste, dass ich komme.

Das was ich aus dieser ersten Eingewöhnung für mich als Mama mitnehme ist, dass man sich und dem Kind die Zeit geben sollte, die man braucht. Es ist wirklich schwierig, wenn man nach 3 oder 4 Wochen dringend wieder anfangen muss zu arbeiten... an Jaris Beispiel sieht man ja, dass das wirklich schwer geworden wäre, denn nach 3 Wochen wurde es erst ''schlimm''.

Die Erzieher sagten, dass das bei vielen Kindern so ist. Am Anfang überwiegt die Freude und die Neugier auf das neue. Nach ein paar Wochen merken die Kleinen, dass das jetzt Altag wird und sie nun täglich in die Kita sollen.

Das Zweite, was mir eine liebe Erzieherin gesagt hat, war ''Die Kinder dürfen traurig sein'' ! Ja, wie können wir erwarten, dass wir die Kinder 1,2 oder 3 Jahre zuhause 24 Stunden betreuuen und uns kümmern und sie sich dann freuen, wenn sie für mehrere Stunden von Papa und/oder Mama getrennt sind?!

Die ein oder andere Mama oder der Papa vergießen sicherlich auch Tränen und ich finde, dass dürfen sie auch ! :-)

 

Eure Sara

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